Husbands and Wives
von Woody Allen
Kammerspiele
Premiere 9. Dezember 2017
ca. 1 Stunde 50, keine Pause
TEAM
BESETZUNG
Matthias Redlhammer (Gabe Roth, Universitätsprofessor)
Friederike Ott (Judy Roth, seine Frau / Die Familie Banducci)
Sebastian Kuschmann (Jack, sein Freund / Die Familie Banducci)
Anna Kubin (Sally, dessen Frau / Die Familie Banducci)
Benjamin Grüter (Michael, Judys Kollege / Paul, Sallys Kollege / David, Judys erster Mann / Richard, Rains Psychiater / Die Familie Banducci)
Christina Thiessen (Rain, Gabes Studentin / Sam, Yogalehrerin /Shawn, Callgirl / Gail, Jacks Arbeitskollegin / Harriet, Ex-Geliebte)
Wolfgang Draeger (Die Stimme)
INHALT
Trotz hoher Scheidungsraten steht die Ehe im Zeichen der Globalisierung hoch im Kurs. Sie scheint in instabilen Lebensverhältnissen immer noch ein sicherer Hafen auf Zeit zu sein. Woody Allens Drehbuch aus dem Jahr 1992 ist also nach wie vor aktuell: Zwei Paare treffen sich, aber aus dem gemütlichen Abend wird eine große Offenbarung. Zwei von ihnen wollen sich nach vielen Ehejahren für eine Weile trennen, um nicht im öden Ehedasein zu versauern. Doch aus dem Abenteuer wird das Ende aller Sicherheiten. Und was als Klischee zwischen den Geschlechtern in einer emanzipierten Welt längst überwunden schien, tritt erneut zutage: Die »Ehemänner« begegnen jüngeren Frauen und die »Ehefrauen« ihren Gefühlen zwischen Schuld und Eifersucht. Mit feinsinnigem Humor und komödiantischen Szenen befragt Woody Allen unsere Muster des Paarlebens, in die er sich selbst mit verschiedenen Adoptivtöchtern skrupellos verstrickte.
PRESSESTIMMEN
»Benjamin Grüter und Christina Thiessen verkörpern souverän sämtliche verflossene, aktuelle und künftige Geliebte der beiden Ehepaare, was für den zusätzlichen Witz sorgt, alle irgendwie verwechselbar zu machen. Aus der schroffen Sally wird bei Anna Kubin ein regelrechtes Liebes-Tourette-Syndrom mit hurrikanartigen Ausfällen, aus ihrem erst Ex- und im Lauf des Abends Wieder-Mann Jack bei Sebastian Kuschmann ein eher schlichtes Gemüt, dessen Gockelhaftigkeit genüsslich vorgeführt wird, während Matthias Redlhammer mit jedem linkischen Schulterzucken das prächtige Kunststück vollführt, Redlhammer in der Rolle Woody Allens in der Rolle des Literaturprofessors Gabe Roth zuspielen, der am Ende allein bleibt. […] Wie er ist auch Friederike Ott als seine baldige Ex-Frau Judy eine regelrechte Erholungsinsel im Spiel. […]«
Frankfurter Neue Presse, 12. Dezember 2017
»Dieses „Husbands and Wives“ ist mithin ein kalorienfreies, in knapp zwei pausenlosen Stunden und mit ein paar Musiktiteln dazwischen durchschnurrendes Vergnügen. Man hat seinen Spaß, vor allem an den Allen`schen Pointen […]«
Frankfurter Rundschau, 11. Dezember 2017
»Matthias Redlhammer als fahrig zerstreuter Professor mit unglücklichem Hang zu jungen Mädchen ist eine Wucht. Absolut auf Allen-Niveau, ohne eine Woody-Kopie zu sein. […] Toll gespieltes Lachmuskelfutter. Beste Unterhaltung.«
BILD, 12. Dezember 2017
»Wie erhellend […] wie triftig und solide, wie bis ins Kleinste durchgestaltet […] Angelsächsische Direktheit und Unverstelltheit, ausgeführt mit höchster Schreibkunst und gründlicher Handwerklichkeit. […]«
Frankfurter Neue Presse, 11. Dezember 2017
»Christian Brey heizt seine Schauspieler zu einem noch höheren Tempo an, als man es von Allen gewohnt ist. Und er hat Mut zum Slapstick. Sein Gabe wird fast zu einer Karikatur, wenn er schildkrötenhaft, mit vorgerecktem Kopf, einer viel zu jungen Frau hinterher stolpert. Szenen wie diese machen „Husbands and Wives“ zu einem fulminanten Abend, ebenso die klug ausgesuchte Musik […]. In Zeiten der metoo-Debatte […] wäre es ein leichtes gewesen, einer Beziehungskomödie einen erhobenen Zeigefinger aufzudrücken. Glücklicherweise hat Christian Brey das nicht getan. Stattdessen hat er einen brüllend komischen Theaterabend abgeliefert.«
SWR2, 11. Dezember 2017
»„Husbands and Wives“ ist ein köstlicher kurzweiliger und aus dem Leben gegriffener Spaß, über Bindungs- wie Verlustängste, eine wunderbare Komödie, die in dieser Inszenierung das Potential hat, sich zu einem Dauerbrenner zu entwickeln.«
Kulturfreak.de, Dezember 2017